Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Mitte links) übergibt den Förderbescheid an den Geschäftsführer des Schwabenbund, Werner Weigelt (Mitte rechts). Jeweils daneben: Moderatorin Christiane Stein und MdB Stephan Stracke copyright: BMVi, deckbar.de

Schwabenbund wird 5G-Pionierregion

Der länderübergreifende Verbund von Politik und Wirtschaft hat erfolgreich am 5x5G-Innovationswettbwerb des Bundes teilgenommen

Der Schwabenbund e.V. hat sich beim Innovationswettbewerb des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVi) zum neuen Mobilfunkstandard 5G durchgesetzt und von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe in Berlin eine Förderung in Höhe von rund 83.000 Euro erhalten. Das Projekt mit dem Titel „Grenzenlos5G@BYBW“ soll in der Grenzregion Bayern und Baden-Württemberg anhand konkreter Anwendungsfälle das Potential und die Herausforderungen in der Anwendung des Mobilfunkstandards der Zukunft in Unternehmen im Bereich Logistik untersuchen. Mittels Einsatz von 5G-Technik soll die Schwabenbund-Region damit fit für Industrie 4.0 gemacht werden.

„Hervorragende Chance für die Schwabenbund-Region“

Werner Weigelt, Geschäftsführer und 5G-Projektleiter des Schwabenbunds, freut sich: „Mit diesem ersten Zuschlag eröffnen wir für unsere Region zwischen Allgäu und Schwäbischer Alb eine hervorragende Chance, um im Zukunftsfeld Digitalisierung ganz vorn dabei zu sein und als Vorreiter in Deutschland das Thema Inter- und Intralogistik voranzutreiben. Denn Digitalisierung ist der Treibstoff innovativer und zukunftsfähiger Entwicklungen und damit Grundlage für unsere Wettbewerbsfähigkeit und den Erfolg unserer Wirtschaft von morgen.“

Den Schwerpunkt des Förderprojektes bilden die logistischen Prozesse sowohl im Unternehmen selbst als auch zwischen Produktions- und Lieferstandorten. Zusammen mit Forschungs- und Industriepartnern wie z.B. Bosch Rexroth und der DB Systel soll untersucht werden, inwiefern superschneller 5G-Datentransfer Abläufe effizienter und automatisierter gestalten kann.

Neben der Fokussierung auf wirtschaftliche Aspekte durch Untersuchung konkreter Anwendungsfälle im Bereich Logistik 4.0 und Verkehrsinfrastruktur, sollen ebenso die Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft und Verwaltung im Alltag des komplexen Wirtschaftsraums der länderübergreifenden Grenzregion herausgearbeitet werden. Das Besondere am Schwabenbund-Projekt „Grenzenlos5G@BYBW“ ist dabei, dass das Konzept nicht nur auf theoretischen Annahmen beruhen, sondern schon belastbare Erkenntnisse aus der Praxisanwendung liefern wird: Das finnische Mobilfunkunternehmen Nokia hat im Kerngebiet Neu-Ulm und Ulm sowie darüber hinaus ein Testfeld aufgebaut, in der die 5G-Technologie bereits im Einsatz ist und für das Projekt genutzt werden kann. Der Verbund hat Forschungseinrichtungen mit an Bord geholt, damit ausgehend von den gesammelten Erfahrungen untersucht wird, wie 5G dann auch im restlichen Schwabenbund-Gebiet sinnvoll zum Einsatz kommen und somit vom Allgäu über Biberach und Günzburg bis nach Heidenheim adaptiert werden kann.

Um Deutschland als Leitmarkt für 5G-Anwendungen zu etablieren, möchte das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur den privatwirtschaftlichen Aus- und Umbau der Mobilfunknetze auf 5G-Standard fördern. Besonders herausragende Konzepte werden laut Aussage von Minister Scheuer im zweiten Schritt mit einer millionenschweren Umsetzungsförderung prämiert.

„Mit der Förderung wurde nun der erste Schritt getan, damit sich die gesamte Region auf beiden Seiten der Iller deutschlandweit zur Modellregion für die neue 5G-Technologie entwickeln kann“ gibt Werner Weigelt die weitere Zielsetzung vor.

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