Grenzenlos5G@BYBW

Moderner Mobilfunk mit Grenzenlos5G@BYBW.

Mit dem Förder-Antrag „Grenzenlos5G@BYBW“ hat sich der Schwabenbund e.V. in Kooperation mit namhaften Partnern aus Industrie und Forschung (u.a. Nokia, Fraunhofer IAO Stuttgart, Fraunhofer IIS Nürnberg, DB Systel, Bosch-Rexroth, u. a.) erfolgreich an der 1. Phase des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesverkehrsministeriums (BMVI) beteiligt und im Dezember 2019 eine Förderzusage in Höhe von rund 83.000 Euro erhalten.


Der Schwabenbund finanziert damit die Erstellung eines Konzeptes, das unter Einbindung der regionalen Wirtschaft die Anwendbarkeit von 5G-Lösungen im Bereich Logistik/Industrie 4.0 in der Grenzregion Bayern und Baden-Württemberg im Übergang von Stadt und Land untersucht.

Vorgesehen ist die konkrete Beschreibung der Anwendungsbereiche rund um Inter- und Intralogistik mit Bezug zur Verkehrsinfrastruktur auf Straße und Schiene im vorerst nördlichen Teil des Schwabenbundes mit Identifikation von Transfergebieten (z.B. Richtung Allgäu) zur Ableitung einer strategischen Umsetzungs-Roadmap für eine eigenwirtschaftliche oder auch in Phase 2 des Innovationswettbewerbes geförderten Umsetzung eines konkreten 5G-Testfelds in der Region.


Vorhabensbeschreibung:

Für die Grenzregion des Schwabenbunds als Verbund von Kommunen und Kammern zwischen Bayern und Baden-Württemberg ist die zukunftsorientierte Standortsicherung der regionalen Wirtschaft eines der zentralen Handlungsfelder. Der vom Schwabenbund abgedeckte Raum von der Schwäbischen Alb bis in das Allgäu mit seiner einzigartigen Städtelandschaft und hervorragenden Stadt-Umlandbeziehungen zählt zu den wirtschaftlich prosperierendsten Räumen in Deutschland. Ein Fraunhofer SCS-Gutachten zählt die Region, in der die beiden bedeutenden Autobahnen A7 und A8 kreuzen, zu den Top-Logistikstandorten Deutschlands. Im Jahr 2013 wurden insgesamt über 156 Mio. Tonnen an Produkten von hier aus auf den Weg zu ihren Abnehmern gebracht, davon 98 % auf der Straße. Etwa 60 % der Tonnagen bleiben dabei in der Region. Der zukünftige Ausbau der Verkehrswege muss somit dem zunehmenden Bedarf angepasst werden, dabei sind viele Bundesstraßen beidseits der Landesgrenze für die Wirtschaft im Schwabenbund ebenso wichtig wie die Autobahnen.
Im Vorhaben sollen für die Beschreibung zukünftiger Anwendungsfälle von 5G-Technologie damit explizit die Bundesstraßen und schienengestützte Lieferwege in der wirtschaftlichen Verflechtung von Unternehmen wie Nokia, Bosch Rexroth, DBSystel sowie weiteren Partnern in der Konzeption mit dem Schwerpunkt auf Inter- und Intralogistik adressiert werden. Während 5G bereits auf Bundesebene oft beim automatisierten vernetzten Fahren (AVF) für Autobahnen betrachtet wurde, fehlt es aktuell an anwendungsnahen Erkenntnissen für hierarchische Verkehrsinfrastrukturen in topografisch anspruchsvollem Terrain wie am Beispiel der Schwabenbund-Region. Der Verbund will mit der Beantragung und Realisierung einer 5G-gestützten Inter- und Intralogistik in einer großräumigen, grenzüberschreitenden Region im Verkehrsnetz von Stadt/Land eine Position als Spitzenreiter bei der


Arbeitsplan:
Zur Erarbeitung der Konzeption ist ein fokussierter Agendaprozess im Schwabenbund mit seinen Mitgliedern (Landkreisverwaltungen, Politik, IHKs und Wirtschaftsförderungen) sowie weiterführend der regionalen Wirtschaft geplant.

Auch wenn der Fokus mit dem Thema Logistik 4.0 und Verkehrsinfrastruktur wirtschaftlich orientiert ist, ist es ebenso wichtige, die Chancen und Herausforderungen für Gesellschaft und Verwaltung im Alltag des komplexen Wirtschaftsraums der Grenzregion herauszuarbeiten. Hierzu sollen im Sinne einer Länderkooperation das Fraunhofer IAO, Stuttgart, und das Fraunhofer IIS, Nürnberg, als Forschungspartner eng zusammenarbeiten.


Ergebnisverwertung / Zielsetzung:

Es ist das gemeinsame Interesse der Mitglieder des Schwabenbunds als grenzüberschreitender Verbund von Politik und Wirtschaft die 5G-Technologie als infrastrukturelle Chance zur Standortsicherung der einzigartigen Grenzregion zwischen Bayern und Württemberg mit über 1,5 Millionen Einwohnern und über 100.000 Unternehmen (davon 56 % KMU) zu nutzen. Hierzu ist für die konkrete Ergebnisverwertung vorgesehen, dass zum einen die Ergebnisse aus einem Teilgebiet des Schwabenbunds übertragbar sind für den restlichen Teil der Region sowie ähnliche infrastruktur- und KMU-geprägte Regionen im Bundesgebiet. Zum anderen soll aus der Konzeption heraus ein Stakeholder-Dialog mit weiteren Akteuren aus Wirtschaft und Kommunalpolitik über den Schwabenbund angestoßen werden, der weitere Anforderungen für den IT-Infrastrukturausbau identifiziert und Maßnahmen definiert. Und drittens sollen mit dem Schlüsselpartner Nokia als einer der weltweit wesentlichen 5G-Anbieter, der bereits ein echtes 5G-Testfeld im Grenzgebiet zwischen Ulm und Neu-Ulm betreibt, tragfähige Finanzierungs- und Betreibermodelle entwickelt werden, die eine langfristige Perspektive für das Thema 5G an der Schnittstelle der Inter- und Intralogistik der regionalen Wirtschaft sowie der essentiellen Verkehrswegeinfrastruktur auf Bundes- und Landstraßenebene sowie auf Ebene der Schiene aufzeigt. Hierzu ist ebenfalls geplant, dass sich der Schwabenbund im Förderfall mit den Überlegungen der Innovationsregion Ulm (separater Antrag) und der Region Heidenheim (separater Antrag) eng abstimmt und gegebenenfalls eine gemeinsame Bewerbung für die zweite Förderphase mit wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anwendungsfällen einreicht. Strategisches Ziel ist neben der Etablierung der Grenzregion als besonderer Wirtschaftsraum zwischen Metropolregionen ist weiterhin die Positionierung als Spitzenreiter bei der Logistik und Industrie 4.0 durch 5G in Deutschland und der europäischen Landschaft.

Ansprechpartner

Werner Weigelt

Schwabenbund e. V.

Donaustr. 38
87700 Memmingen
Tel.: 08331-960919-0
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